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(Früh-) Kastration von Katzenvon Britta Singethan zusammengefassthttp://www.yankeecats.de/Das eine Katze, die nicht zur Zucht eingesetzt wird, kastriert werden sollte, ist sicherlich unumstritten. Wer eine Kätzin hat, die ständig rollig wird, stundenlang mauzt und schreit und in dieser Zeit wenig frisst, weiss welche Belastung dies für die Kätzin (und auch den Besitzer) ist. Wer einmal mit dem penetranten Uringeruch eines unkastrierten Katers am Vorhang oder Teppich konfrontiert wurde, wird sicher nicht der Meinung sein das man der Natur freien Lauf lassen sollte. Es ist außerdem wissenschaftlich erwiesen, dass kastrierte Kätzinnen seltener an Gesäugetumoren oder Gebärmutterentzündungen erkranken und eine doppelt so hohe Lebenserwartung haben.Übrigens werden Katzen kastriert, und nicht wie allgemein angenommen sterilisiert. Eine Sterilisation ist auf keinen Fall ratsam, da die Katze dadurch zwar unfruchtbar wird, der Geschlechtstrieb mit seinen Begleiterscheinungen bleibt aber erhalten. Die Kätzinnen werden weiterhin rollig und die Kater markieren weiter.Ab wann ist eine Kastration möglich?Üblicherweise wird eine Katze zwischen dem 8. bis 12. Lebensmonat kastriert. Früher ging man davon aus, dass eine Kätzin vor dem Eingriff zumindest einmal rollig gewesen sein sollte. Inzwischen ist diese Meinung aber widerlegt, denn es gibt keine medizinischen Gründe dafür. Es ist nicht nötig, die komplette körperliche Entwicklung abzuwarten, da das Wachstum nicht von den Hormonen sondern hauptsächlich von den Genen gesteuert wird. Während der Rolligkeit sollte auf keinen Fall operiert werden, da der erhöhte Hormonspiegel zu verstärkten Blutungen führen kann.Unter Frühkastration versteht man die Kastration noch nicht geschlechtsreifer Tiere, entweder bereits mit 8 bis 14 Wochen oder kurz vor Einsetzen der Geschlechtsreife, die individuell variiert. Generell beträgt das Alter der Tiere, die einer Frühkastration unterzogen werden, 3 bis 4 Monate. In vielen anderen Ländern, insbesondere in den USA und England, hat sich die Frühkastration schon seit langem durchgesetzt und wird entsprechend häufig praktiziert. Auch hierzulande finden sich nun immer mehr Tierärzte, die die Frühkastration durchführen, denn bislang sind keine Studien bekannt, die zu dem Ergebnis kamen, dass die Kastration vor der Geschlechtsreife negative Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Katzen haben könnte.Einige Befürchtungen im Zusammenhang mit der Frühkastration konnten als unbegründet widerlegt werden. Dazu zählt u.a. die Annahme, dass es bei einer Kastration vor der Geschlechtsreife zum exzessivem Wachstum der langen Röhrenknochen (Oberarm und Oberschenkelknochen) kommt. Tatsächlich schliessen sich die Wachstumsfugen nach einer Frükastration später als normal, und die Tiere können somit grösser werden. Die Verlängerung von Oberschenkel, Elle und Speiche wurden von den Besitzern jedoch grösstenteils nicht einmal bemerkt, und falls doch, nicht als störend empfunden. Besonders bei Katern wird befürchtet, dass die Frühkastration die Entwicklung der Harnwege beeinflusst und es zu vermehrten Entzündungsreaktionen der Harnwege sowie zur Bildung von Harngries kommt. Der Harnröhrendurchmesser früh kastrierter und nicht kastrierter Kater weist jedoch keinen wesentlichen Unterschied auf. Die Stoffwechselaktivität ist durch die Kastration im Allgemeinen verringert, so dass bei Kastraten mit einer stärkeren Zunahme des Körperfettes und damit des Körpergewichtes zu rechnen ist, dies passiert allerdings bei Früh- und Spätkastrierten Katzen gleichermassen, nur zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt.Die Operation an Jungtieren wird in erster Linie aus Angst vor einem erhöhten Narkoserisiko abgelehnt. Diese Angst ist jedoch nicht angebracht, wenn einige Dinge beachtet werden. So muss das Gewicht grammgenau ermittelt werden. Das exakte Körpergewicht ist für die Berechnung der Dosis der Narkosemittel von Bedeutung, die bei kleinen Patienten genau stimmen muss. Ein ernsthaftes Problem bei kleinen und jungen Patienten ist der Verlust an Körperwärme, der durch den Einsatz eines Wärmekissens verhindert werden kann. Werden diese Regeln beachtet, ist das Narkoserisiko nicht höher als bei älteren Tieren, ganz im Gegenteil: Bei Jungtieren ist der operative Eingriff übersichtlich, denn es ist nur ein kleiner Einschnitt erforderlich, die breiten Mutterbänder sind relativ fettfrei und die Keimdrüsenbänder noch elastisch. Dadurch ist die Operationsdauer kürzer, so dass auch die Narkose kürzer und somit weniger belastend ist. Insgesamt sind Komplikationen und Blutungen seltener. Es hat sich auch gezeigt, dass junge Kätzchen bereits 24 Stunden nach dem Eingriff wieder wohlauf sind und fast keine Schmerzen zu haben scheinen. ältere Katzen hingegen brauchen manchmal durchaus 1 bis 3 Tage, um sich von der Operation zu erholen.Die Winn Feline Foundation (eine Organisation in den Staaten die Forschungen zum Thema Katze finanziert und durchführt) hat zur Frühkastration eine Studie durchgeführt. Der folgende Artikel zu dieser Studie wurde im englischen Original von Diana Curden, Ph. D. verfasst und von Angela Bachmeier übersetzt.Frühkastration von Katzen - Studie der Winn Feline FoundationFrühkastration von Katzen - Erfahrungsbericht Von Resa Bauer-De Meyere, Murteza Abessinier Veröffentlicht in der Zeitschrift TICA TREND, Ausgabe April/Mai 1998Kommentar von Dr David Roen (ursprünglich veröffentlicht in der Ausgabe Oktober/November 1992 der TICA Trend)
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